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Durchgestartet: 6075 Euro für Waisenkinder in Kenia
erwirtschaftet – Reinerlös des Oldtimerfestivals übergeben

„Touchdown“ auf Siegerland: Fokko Doyen (Mitte), der Präsident von „Cargo Human Care“, freute sich über die 6075-Euro-Spende. Den symbolischen Scheck überreichten im Namen der Organisatoren des Oldtimerfestivals Thomas Holz (rechts) und Torsten Wied (links). Foto: Elfi Jung

„Touchdown“ auf Siegerland: Fokko Doyen (Mitte), der Präsident von „Cargo Human Care“, freute sich über die 6075-Euro-Spende. Den symbolischen Scheck überreichten im Namen der Organisatoren des Oldtimerfestivals Thomas Holz (rechts) und Torsten Wied (links). Foto: Elfi Jung

Kassensturz: 6075 Euro standen schließlich als Zähler unterm Strich. Ein hübsches Sümmchen. Nach Abzug aller Kosten der Reinerlös unseres 1. Siegerländer Oldtimerfestivals, das Ende Mai viele Tausend begeisterte Besucher auf die Lipper Höhe gelockt hatte. Und das Geld soll gut investiert werden – in die Zukunft von Menschen, die sonst vielleicht keine hätten.
„Cargo Human Care“, das von Mitarbeitern der Lufthansa-Cargo-Tochter gegründete Hilfswerk, ist der Empfänger dieses Betrags und wird ihn ganz im Sinne der Spender verwenden. So war es von Anfang an geplant. Letztere können sicher sein, das das Geld diejenigen auch erreicht, für die es bestimmt ist.

Fokko Doyen, der Präsident und Gründer der gemeinnützigen Organisation, war, Touchdown, auf dem Siegerlandflughafen zu Gast, um den symbolischen, auf die erwähnte Summe ausgestellten Scheck in Empfang zu nehmen. Die Gelegenheit war günstig, über die Arbeit von „CHC“ zu informieren. Und das tat Doyen denn auch. Der Mann ist nicht nur MD-11-Flottenchef bei LH-Cargo, sondern vor allem auch Menschenfreund. Seit vielen Jahren legt er sich unermüdlich für jene ins Zeug, die auf der Schattenseite des Lebens stehen.

Der Erfolg hat viele Väter (und Mütter). Das war auch beim 1. Siegerländer Oldtimerfestival nicht anders.  Organisatoren und Helfer informierten sich anlässlich der Spendenübergabe aus erster Hand über die Arbeit von „Cargo Human Care“. Foto: Elfi Jung

Der Erfolg hat viele Väter (und Mütter). Das war auch beim 1. Siegerländer Oldtimerfestival nicht anders. Organisatoren und Helfer informierten sich anlässlich der Spendenübergabe aus erster Hand über die Arbeit von „Cargo Human Care“. Foto: Elfi Jung

Sein Hilfswerk operiert vornehmlich in Kenia und betreibt dort Einrichtungen für Waisenkinder. Aktuell wird unweit von Nairobi ein Kinder- und Jugendzentrum errichtet, in dem Heranwachsende auf ihr späteres Berufsleben vorbereitet werden. Daneben unterhält „Cargo Human Care“ mit Unterstützung ehrenamtlich tätiger Ärzte aus aller Welt ein großes Medical-Center, in dem Menschen, für die Gesundheitsvorsorge sonst ein unerschwinglicher Luxus ist, kostenlose medizinische Betreuung finden.

Gemessen an der Größe der Gesamtaufgabe entspricht unser Beitrag dem berühmten Tropfen auf dem heißen Stein. Doch die 6075 Euro sind ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum Ziel. Und wir sind stolz, auf diese Weise unser Scherflein dazu beisteuern zu können, um Menschen zu helfen, denen es nicht so gut geht wie uns selbst. Und es hat ja auch riesigen Spaß gemacht, dieses Fest zu organisieren und durchzuführen. Uns, wie auch offensichtlich allen Gästen. Eine Zugabe steht deshalb zur Diskussion.


Die große Show der „ollen Kisten“:
Der Erfolg des Oldtimerfestivals hat viele Väter

So, die friedliche (Luft-)Schlacht ist geschlagen – am Himmel und am Boden. Vor und hinter den Kulissen. Und das musste jetzt erst einmal sacken. Nachdem etwas zeitliche Distanz zwischen diesem großartigen Ereignis namens „Oldtimerfestival“ und dem Heute liegt, wäre bzw. ist es (höchste) Zeit für eine nüchterne Bilanz. Aber das ist auch jetzt noch gar nicht so einfach. Die vielen bildgewaltigen Eindrücke wirken halt immer noch nach und verstellen einen objektiven Blick zurück.

Fakt ist, dass diese große land- und luftgestützte Show der „ollen Kisten“ ein Publikumserfolg war – auf Anhieb. Es war ja das berühmte erste Mal, dem aber, so wie es aussieht, weitere folgen dürften. Und natürlich macht man/frau bei so etwas auch Fehler, nennen wir sie ruhig „Anfängerfehler“, ob die nun inhaltlicher oder organisatorischer Natur waren. So etwas bleibt nicht aus. Aber ich denke, wenn es sie gegeben hat, waren sie von marginalem Format.

Mit diesem Publikumsansturm hatte keiner gerechnet

Gut, mit einem derartigen Ansturm hatte niemand gerechnet und auch nicht rechnen können. Dass sich so viele Menschen würden bewegen und anlocken lassen, hat alle, die in Vorbereitung dieser Veranstaltung involviert haben, letztendlich doch überrascht. Dadurch bedingt auch die vor allem zu den Stoßzeiten erheblichen Warteschlangen vor und an den Essens- und Bon-Verkaufsständen und die langen Staus auf den Zufahrtsstraßen. Doch die meisten der Betroffenen haben es mit Fassung (und Geduld) getragen. Sie wurden ja auch reichlich entschädigt – durch ein in dieser Konstellation noch nie dagewesenes Aufgebot an erlesenen historischen Flugzeugen und Automobilen. Und durch ein fliegerisches Rahmenprogramm, das jeder Airshow zur Ehre gereicht hätte.

Überhaupt gebührt gerade auch den Besuchern, deren Zahl sich zwischen 8.000 und 10.000 bewegt haben dürfte, ein dickes Kompliment und ein großes Dankeschön für ihr diszipliniertes Verhalten. Vor allem solche Events, bei denen die Luftfahrt-Elemente einen erheblichen Teil ausmachen, sind ja, was die Aspekte der Sicherheit anbelangt, besonders sensibel. Da gelten andere, wesentlich strengere Auflagen und Anforderungen, als dies beispielsweise bei einer Fußballdorfmeisterschaft der Fall ist.

Diszipliniertes Publikum

Das findet seinen Niederschlag dann auch in für das Publikum gesperrten Sicherheitsbereichen, Pufferzonen und No-go-Areas, die nicht betreten werden dürfen. Und unsere vielen Gäste haben sich an diese Spielregeln gehalten, was den positiven Gesamteindruck, den diese Groß-Veranstaltung hinterlassen hat, abrundete. Dass diese einer Zeitung wie der Siegener Rundschau oder der Westfalenpost im Nachhinein keine einzige Zeile wert war, ist ein lokaljournalistischer Offenbarungseid. Aber das steht auf einem anderen Blatt. Weiterblättern!

Der Erfolg hat bekanntlich viele Väter. Und das war auch hier der Fall. Ohne den (Gastgeber-)Verein für Flugsport Geisweid, auf und über dessen Gelände die Musik ja schließlich auch spielte, wäre das Oldtimerfestival weder plan- noch realisierbar gewesen. Und die Mitglieder des VfF haben einen ganz hervorragenden Job gemacht und durch ihr Engagement und ihren unermüdlichen, umsichtigen Einsatz vor, während und nach der Veranstaltung wesentlich und entscheidend zu deren Erfolg beigetragen. Repräsentativ und stellvertretend sei hier der Vorsitzende des Vereins, Torsten Wied, erwähnt. Er wird diese Blumen sicherlich an seine Freunde und Kameraden weiterreichen.

Zwei Überflieger in der ersten Reihe

Ja, und dann waren und sind da noch unsere beiden „Überflieger“ Thomas Holz und Friedrich Diehl, die Köpfe und treibenden Kräfte hinter der Oldtimergruppe „Sterntakt“. Als Ideengeber und Maître de Plaisirs waren sie nicht nur bei der Planung des Programms federführend, sondern auch in erheblichem Maße in selbiges involviert und eingebunden. Ihre Doppeldecker-Quadrillen zählten an beiden Tagen zu den absoluten Hinguckern und Highlights. Davon abgesehen hatten diese flugverrückten Knaben auch ihre Familienangehörigen als Helfer und Einsatzkräfte rekrutiert.

Die Flughafen GmbH, vertreten durch Geschäftsführer Henning Schneider, hat unbezahlbare administrative, logistische und organisatorische Unterstützung geleistet. Und zwar in einem Ausmaß, das nicht selbstverständlich war. Ein starker Partner! Und der stets souveräne Michael Weller war als Veranstaltungsleiter sowieso und allemal der richtige Mann am richtigen Ort.

Ein Sitz in der Pitts. Veranstaltungsleiter und Showpilot in Personalunion: Michael Weller. Foto: elfimages.de[/caption] Ja, aber was wäre das Ganze ohne die Teilnehmer gewesen, die Piloten und Eigner all dieser prächtigen Oldtimerflugzeuge, die stolzen Besitzer und /oder Chauffeure der ebenso faszinierenden Nostalgie-Karossen? Sie waren das eigentliche Salz in der Suppe. Danke, dass Ihr da und dabei ward!

Für Cargo Human Care, einem von Mitarbeitern der Lufthansa Cargo in Zusammenarbeit mit Ärzten aus ganz Deutschland ins Leben gerufenen humanitären und medizinischen Hilfswerk, dürfte sich der Spaß auf jeden Fall gelohnt haben. Der Organisation fließt der Reinerlös des Oldie-Festes zu. Wie viel das sein wird, werden wir nach der finalen Abrechnung an dieser Stelle darlegen.
Bis zum nächsten Mal!

JÜRGEN HEIMANN

 

Anmerkung der Organisatoren: Jürgen Heimann ist die beste Ein-Mann-Presse-Abteilung, die es je gab!